Langzeitbelichtung ohne Stativ

Eigentlich gibt es bei Langzeitbelichtungen kein Ersatz für das Stativ. Dieses erlaubt die optimale Ausrichtung der Kamera und verhindert Verwacklungen. Leider ist ein Stativ jedoch sperrig und speziell bei Reisen nimmt man gerne nur das nötigst mit. Was bieten sich jedoch für Alternativen an?

Genau diese Frage ergab sich bei mir auf einer Chinareise. Aus Gewichtsgründen hatte ich nur die Kamera mit einem Objektiv (24-70 mm) dabei. In Shanghai und Guangzhou ergaben sich jedoch speziell am Abend und in der Nacht sehr schöne Sujets. Diese wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, also hiess es improvisieren.

Ich hielt Ausschau nach einer geeigneten Auflagefläche für die Kamera. Glücklicherweise fand ich ein breites Geländer und so musste ich nicht mal grosse Kompromisse beim Bildausschnitt machen. Zerst lege ich ein Pullover auf das Geländer und darauf kam die Kamera, dabei formte ich den Pullover so, dass die Kamera möglichst stabil auf dem Geländer aufgelegt werden konnte. Bei der Kamera wählte ich nun den Selbstauslöser (Vorlauf 5 Sekunden) und schaltete die Spiegelvorauslösung ein um Verwacklungen möglichst gering zu halten. Bei dieser Einstellung klappt der Spiegel nach Ablauf des Selbstauslösers hoch und der Verschluss meiner Kamera (D700) löst erst mit einer Verzögerung von ca. einer Sekunde aus. Dies hilft bereits, um Erschütterungen zu minieren.
Wie bereits erwähnt, ein richtiger Ersatz für das Stativ ist es nicht, ist man doch auf eine geeignete Ablagefläche für die Kamera angewiesen. Trotzdem erlaubt es Fotos bei wenig Licht, welche Freihand auch bei hohen ISO’s nicht mehr möglich wären und bei gutem Improvisationsvermögen wird sich auch eine geeignete Auflagefläche finden.

Hier einige Beispiele, aufgenommen während einer Geschäftsreise. Die längste Belichtungszeit betrug ca. 6 Sekunden.



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