Amsterdam im Oktober

Eine Reise nach Holland war schon länger vorgesehen, nur welche Stadt, da war ich mir nicht ganz sicher. Geplant hatte ich Utrecht und Amsterdam, schlussendlich wurde es Amsterdam im Oktober. Dies rein aus einem Bauchgefühl, bei der nächsten Hollandreise kommt Utrecht zum Zug. Wettertechnisch hatte ich grosses Glück. Der Wetterbericht sagte 3 Tage Regen voraus, doch es kam anders. Zwar regnete oder besser ausgedrückt nieselte es jeden Tag, dies aber nur für kurze Zeit. Ansonsten war es wechselhaft, was teilweise zu sehr interessanten Lichtstimmungen führte.

Vor der Abreise war die Kameraausrüstung mit der D800 und 3 Zoomobjektiven bereits gepackt, als ich mich doch dazu überwand, nur die spiegellose Kamera Fuji X-T1 mitzunehmen. Eine gute Gelegenheit, sich intensiv mit der Kamera zu beschäftigen und besser kennenzulernen. Mit dabei waren die drei Fujinon Objektive XF 10-24 mm, 18-55 mm und 55-200 mm. Die Kamera macht mir echt Spass, das Retro-Bedingungskonzept sagt mir sehr zu, es ist mehr oder weniger alles da, wo ich es möchte. Vor allem genoss ich das gegenüber der D800 sehr leichte Gewicht und die kompakten Abmessungen. So konnte die Kamera in einer Schultertasche statt in einem Rucksack verstaut werden.

Die drei Tage in Amsterdam neigten sich zu schnell dem Ende zu und zu Hause angekommen war ich auf die Resultate gespannt. Ich hoffte es nicht zu bereuen, die D800 im Schrank belassen zu haben. Nach Sichtung der Fotos war mit klar, diese Furcht war unbegründet. Bereits beim Kauf der Kamera war mir klar, bezüglich Bildqualität einige Abstriche machen zu müssen, dafür aber andere Vorteile geniessen zu können.

Was mir am Fuji X-Trans Sensor im APS-C Format sehr gefällt ist die grosse Dynamik und ein sehr gutes Rauschverhalten. Bei starken Lichtkontrasten belichte ich gerne auf die Lichter und ziehe die Tiefen per EBV hoch. Da gehe ich doch an Grenzen, aber dies geht mit der Fuji wunderbar und es macht sich kaum rauschen bemerkbar. Die Dynamik würde ich auf ähnlich der Nikon D7000 schätzen, welche ebenfalls sehr gut ist. Auch die JPG aus der Kamera sind ausgezeichnet. Für mich persönlich fotografiere ich in RAW, habe aber schon bei etlichen Anlässen in JPG fotografiert. Die Bilder konnte ich ohne schlechtes Gewissen Out of Cam weitergeben.

Der elektronische Sucher ist sehr gross und man kann das Histogramm einblenden, was meiner Art zu fotografieren sehr entgegenkommt. Bei der D800 ist dies nur im Live-View Modus möglich. Auch wird im Sucher auf Wunsch die Vorschau des Fotos gezeigt, was bei grellem Sonnenschein eine Bildkontrolle ermöglicht. Da werden wir wohl in den nächsten paar Jahren eine immense Entwicklung miterleben.

Wenn ich nun den Unterschied der beiden Kameras in einem Satz zusammenfasse, ist das Fazit folgendes:

Die Fuji X-T1 macht mir beim Reisen mehr Spass, die Fotos der Nikon D800 bei der Nachbearbeitung.

Hier einige visuelle Eindrücke von Amsterdam:

  • Kamera Fuji X-T1
  • Objektive Fujinon XF 10-24mm F4, XF 18-55mm F2.8-4 und XF 55-200 mm F3.5-4.8
  • Alle Fotos in RAW. Nachbearbeitung in Lightroom. Einige Fotos wurden praktisch identisch zu den JPG bearbeitet (Kontrast, Schärfe, Dynamik). Bei den Anderen wurde auf die Lichter belichtet und die Tiefen in Lightroom hochgezogen. Zudem Anpassungen beim Weissabgleich (auch Lokal), Kontrast, Klarheit, Schärfe und der Luminanz




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