Abendstimmung in Bourg-en-Lavaux

Das Wochenende in Bourg-en-Lavaux war eine kurz entschlossene Flucht vor dem Nebel. Der kleine Ort liegt in den Weinbergen am Genfersee, zwischen Lausanne und Vevey. So kurzfristig, wie die Anreise war, so wenig hatte ich einen Plan, einfach eine Fahrradtour in die Natur sollte es werden. Die spontane Fahrt ging durch die Weinberge mit den kleinen Orten wie Epesses, Saint-Saphorin nach Vevey, weiter dem Genfersee entlang nach Montreux bis nach Aigle und wieder zurück. So kamen 80 km und 1000 Höhenmeter zusammen. Keine grosse Leistung, ich hatte elektrische Hilfe, aber mehr darüber zu einer anderen Gelegenheit. Die Zeiteinteilung war perfekt, auf dem Rückweg, gegen die Sonne, ergab sich wunderbares Abendlicht.

Zudem konnte ich mich kürzlich nicht zurückhalten und kaufte mir ein neues Kameragehäuse, eine Fuji X-T2. Das Bedienungskonzept nach alter Schule, mit diskretem Einzug von neuster Technik, begeistert mich endgültig. Da wussten Ingenieure genau, was zu tun ist. Entspanntes Fotografieren, ohne gross beachtet zu werden, obendrein ein guter Sensor. Dieser erreicht sicherlich nicht den Level wie jener der Nikon D810, speziell bezüglich Dynamik, die RAW-Dateien zu bearbeiten macht mir trotzdem enorm viel Spass. Ein nicht unerheblicher Faktor meines Hobbys.

Bei einigen Aufnahmen zum Sonnenuntergang konnte ich 1:1 testen, wie sich die Kamera bei von mir bevorzugten Lichtverhältnissen schlägt. Alle 4 Fotos wurden innerhalb von 15 Minuten vom selben Standort aufgenommen, dies bei schnell wechselndem Abendlicht. Die Ergebnisse gefallen wir ausserordentlich und vermitteln die Abendstimmung farblich gut. Ob sich da eine neue Freundschaft anbahnt?

  • Fuji X-T2 mit den Objektiven Fujinon XF 10-24mm F4, XF 18-55mm F2.8-4 und XF 55-200 mm F3.5-4.8
  • Aufnahmen von Hand, teilweise mit elektronischem Verschluss
  • Belichtung auf die Lichter
  • Dateiformat RAW/RAF, Bildbearbeitung in Lightroom
  • Kamerakalibrierung Provia/Standard. Tiefen angehoben, Tonwertkurve angepasst, Kontrast verstärkt
  • EXIF-Daten und GPS-Koordinaten sind in den Fotos enthalten




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4 Kommentare auf Abendstimmung in Bourg-en-Lavaux

  1. Stefan Jappert 20. Oktober 2016 um 19:08 #

    Hallo Klaus

    Wenn deine neue Liebe so weitergeht, wie bei den ersten vier Bildern, freue ich mich schon jetzt auf deine nächsten Fotoberichte. Hoffe du konntest den Wein vom letzten Jahr geniessen und musstest nicht nur Trauben essen ….

    Grüsse aus Luzern
    Stefan

  2. Marcel 26. Oktober 2016 um 17:01 #

    Hallo Klaus
    Ja das ist auch eine meiner Lieblingslandschaften. Leider etwas weit weg von Graubünden. Sehr stimmige Aufnahmen. Eigentlich müsste man Ende Oktober nochmals vorbeischauen, wenn die Traubenblätter ganz gelb sind. Ich bin mit meiner Fuji X-Pro1 auch sehr zufrieden, auch wenn sie jetzt schon etwas älter ist. Sie ist immer dabei, wenn ich mit der Kamera nicht auffallen möchte oder wenn das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt. Meine Objektive: Fujinon 35mm 1:1.4, Fujinon 14mm 1:2.8, Fujinon 18-135mm 1:3.5-5.6. Die Festbrennweiten überzeugen total, während das Zoomobjektiv nicht ganz mithalten kann.

    Grüsse aus Graubünden
    Marcel

  3. Niklaus 26. Oktober 2016 um 19:52 #

    Hallo Marcel

    Das Gebiet um den Genfersee ist wirklich fantastisch. Wenn man in Graubünden wohnt, muss man zum Fotografieren aber nicht zwingend reisen, man ist ja schon da. Leider für mich etwas weit weg, aber trotzdem bin ich 2-3-mal pro Jahr in der Region. Deine Aufnahmen zum Fotokalender 2017 sind wunderbare Landschaftsaufnahmen, eine sehr gelungene Auswahl.

    Bezüglich Fuji, also ich vor ca. 2 Jahren eine Ergänzung zu meiner DSLR suchte, bin ich aufgrund der Objektivauswahl bei Fuji gelandet. Das Fujinon 35mm F1.4 besitze ich ebenfalls und finde es klasse, für mich die Variante für Bokeh. Das XF 14mm F2.8 hat mein Interesse von Anfang an gehabt, mal schauen, wie sich die Nutzung der X-T2 entwickelt, evtl. wird es zur leichteren Alternative. Aktuell fehlt mir etwas der Mut, mich auf 2-3 Festbrennweiten zu beschränken.

    Zudem besitze ich noch die drei Zooms XF 10-24mm F4, XF 55-200 mm F3.5-4.8, XF 18-55mm F2.8-4. Die beiden ersteren sind mir gewichtsmässig grenzwertig, Objektive unter 400g machen einfach den Reiz des Systems aus. Vom letzteren, dem XT 18-55 bin ich sehr angetan, leicht, recht scharf und hätte es noch 16-55mm bei gleicher Grösse bzw. Gewicht, es wäre für mich das perfekte Reiseobjektiv. Qualitätsmässig fällt keines der Drei ab, aber die Festbrennweite überzeugt sicherlich am besten.

    Das unauffällige Fotografieren bei durchdachter Ergonomie sagt mir einfach sehr gut zu und gewichtsmässig ist der Unterschied zu meiner DSLR immens. Nicht ohne Grund gab ich meiner Nikon Ausrüstung so nette Kosenamen wie Ziegelstein für die D810 oder Elefantenfuss für das 14-24. Qualitätsmässig, bezogen auf die RAW-Dateien, kann die Fuji der D810 nicht annähernd das Wasser reichen, nichtsdestotrotz lassen sich mir ihr sehr gute Fotos machen. Je nach Anwendungszweck hat jedes System seinen Vorteil.

    Nächsten Frühling, bis Herbst möchte ich vermehrt spontane Landschaftsfotos machen und aufgrund des Volumen- bzw. Gewichtvorteils ist das Fuji System für mich einfach die bessere Wahl. Zwar müsste ich mich Sujet-technisch etwas entwickeln, dran hapert es noch, ab einem gewissen Alter nimmt man sowas aber gelassen.

    Viele Grüsse nach Chur

    Klaus

  4. Marcel 29. Oktober 2016 um 08:19 #

    Hallo Klaus
    Danke für deine Ausführungen. Ich sehe das auch so, je nach Anwendungszweck hat jedes System seine Vorteile (bei mir die Canon 5D Mark III). Mir fehlt für das Reisen noch ein Zoom („ein immer drauf“). Muss das XF 18-55mm F2.8-4 mal testen, mein 18-135mm 1:3.5-5.6 ist zu gross und zu schwer!

    Liebe Grüsse
    Marcel